Magic - Kartensuche
Kartenname (Engl. + Deu.)
    User - Artikel & Berichte

    Turnier-Rückblick
    (von Toni Stoll)

    Mein erster Artikel in diesem Jahr soll ähnlich wie das Leipziger Allerlei von Michael Diezel (MiDi) einen Rückblick auf die letzten fünf von mir gespielten Turniere beinhalten.
    Ich werde dabei chronologisch vorgehen und auf mittlerweile sinnlos gewordene Deckanalysen und Play by Play Berichte verzichten und mich stattdessen auf meiner Ansicht nach Erzählenswertes beschränken.

    Los geht es mit dem Grand Prix Trial Eindhoven in Dresden, für das ich UG Madness testete und schließlich auch spielte. Das einzig Nennenswerte an dem Deck waren die 3x Seal of Removal im Mainboard, da in Dresden bekanntlich Kreaturendecks bevorzugt werden (außerdem war mir klar das Paul Wache und mindestens noch einer Reanimator auspacken würden). Runde eins ging es gegen ein random Birds Deck und entsprechend einfach war es zu gewinnen. Wobei ich nicht gut gespielt habe, d.h. ich wollte Intuition auf die drei Seals spielen obwohl ich zwei davon rausgeboardete. Am Tisch eins ist das neue Red Rock auch „Two for One“ gennannt auf der anderen Seite des Tisches. Humorvoll und kreativ brachte ich den „ich quartier mich schonmal ein“-Spruch, verliere aber sehr knapp 1-2 was vorallem am FTK liegt, welches das Matchup stark verschlechtert, da der größte Threat Arrogant Wurm darin seinen Meister gefunden hat.
    Beim Stand von 1-1 ging es dann an die Counter Rebels. Sehr sehr amüsantes Spiel - nicht von der Unterhaltung her, aber die Art wie er „nachdenkt“, seine Karten ein wenig mischt, um dann etwas hektisch und sinnlos Syncopate zu spielen, nur damit ich EOT ein Land tappe mit dem ich auf jeden Fall nichts mehr hätte machen können. Nunja, die Spiele enden spätestens dann, wenn mir seine Parallax Wave drei Kreaturen wiederbringt, wodurch ich dann vier Kreaturen mehr als er liegen habe.
    In der nächsten Runde war das random Goblin Deck an der Reihe, in Dresden äußerst selten gespielt und dieser Built war auch noch besonders schlecht, da er ohne Vial und mit Goblin King und ähnlichem Mist spielte. Nachdem ich das erste Spiel gewann, legte ich im zweiten das frühe Chill und eine Aquamöbe, die sollte dann auch bis Runde zehn oder so meine einzige Kreatur bleiben (Forests sind auch überbewertet), was im Zeit zum aufbaun gab. Als dann die Forests kamen konnte ich meine Hand, bestehend aus 5-6 grünen Karten, runterspielen und gegenhalten. Mein entscheidender Spielfehler war im letzten Zug bevor ich mit Hilfe des Wunders gewonnen hätte, als er all in geht mit seinem Clickslither und ich blocke durch einen Fehler einen Schaden zu wenig ab. Besonders nett war auch die Aktion, wo er Skirk Prospector, Goblin Warchief und noch einen Goblin im Angriff hat. Ich lasse sie durch und er stottert mit wenig Selbstbewusstsein (weil er die Kampfphasen offensichtlich nicht kennt): „Nach Schaden auf den Stapel, ähh...ja“. Ich frage nochmal nach ob der Schaden nun auf dem Stapel sei, worauf er zustimmt als ob es keinen Unterschied machen würde und opfert zwei Goblins für Mana und spielt +4/+0 auf den Warchief. Als ich den Schaden ansagte und aufschrieb wollte er nicht anerkennen das der Schaden bereits auf dem Stapel war und ich erklärte ihm genau was er falsch gemacht hat. Daraufhin motzte er rum, dass es meine Schuld sei und ich ein Idiot wäre etc. Anderen die Schuld am eigenen Versagen geben ist einfach und unschön aber derart treistes Rumgemotze sollte gleich noch ein Warning für unsporting Conduct geben. Abgesehen von der Tatsache das die Pumpkarte grottenschlecht ist, ist es auch nicht besonders clever vor dem Damage Goblins zu opfern, um dann netto nur zwei Schaden mehr zu machen (für nur drei Karten!).
    Jetzt musste ich noch einmal gewinnen um in die Top8 zu drawen. Und wieder ein schlechtes Matchup, wie sollte es bei diesem Deck auch anders sein. BW rogue hieß der Alptraum, eine Herausforderung die dank Seal of Removal gewinnbar wurde. Wenn er mit Duress den Engel durchbekommt könnte ich sonst praktisch gleich zusammenschieben, doch so wurden sowohl der Phyrexian Scuta als auch der Engel zu einem eher schlechtem Threat. Dank Deep Analysis und seinem nur durchschnittlichen Draw (den einen Angel of Desolation hat er gezogen) konnte ich 2-1 zocken um dann mit dem MiDi zu drawen. Beim Spassspielen stellte sich heraus, dass ich gute Chancen gegen sein Pattern Rock featuring Akroma hatte, was nicht zuletzt wieder an den drei Analysen und vorallem an den Seals lag *mir selbst auf die Schulter klopf*. Ebenfalls in den Top8 wäre der Falko gewesen, der sich erst zwei Tage zuvor entschied zu fahren und mir vorher absagte. So sind die Chemnitzer (Kuckel, Falko, Alex) also ohne mich gefahren, tja wer kein Geld sparen will.... Warten wollten sie nicht, also sind sie wieder zurückgefahren während ich etwas beunruhigt spielte, da ich den letzten Zug noch kriegen musste (sch**ß Schule). Den Eric Winkler konnte ich nur 2-1 besiegen, da ich im zweiten Spiel doch tatsächlich vergessen habe die Naturalizes zu boarden, so dass ich nachdem er die Ensnaring Bridge legte sofort zusammenschieben konnte. Dann wurde erstmal geblufft, ob ich die Naturalizes reinboarde bzw. er die Bridges rausboardet. Wie sich am Ende herausstellen sollte, lies er sie drin und ich boardete selbstverständlich auch, immerhin ist die Cursed Scroll schon ein guter Grund.
    Nun war der MiDi an der Reihe, der wie gesagt keine guten Chancen hatte, vorallem nicht wenn man die Analysen und die Würmer so gut zieht, wobei eigentlich jede Nichtmanaquelle beim Madness sofort als lucky angesehen wird. Der Mongrel von oben NEEEEIIIIN was für ein Lucker, und die Logic erst, und da hat er doch tatsächlich das Daze gezogen, und nach der Analysis und den daraus folgenden vier weiteren Karten war doch schon der zweite Wurm dabei usw. usf.
    Das Finale gegen das Red Rock wurde gedrawt und ich kam noch locker zum Zug. Für ordentlich Byes wurde erstmal gesorgt, denn mit meinem Rating war nicht viel zu machen, was in Zahlen 0 und in Buchstaben Null Byes bedeutete.

    Ende Februar war dann der für uns Mitteleuropäer leicht zu erreichende Grand Prix Eindhoven. Diese Tatsache sicherte meine Teilnahme, denn die Dresdner waren schon zu neunt in ihren zwei Autos, also entschied ich mich einen Tag vor der Abreise mit dem Zug zu fahren. Das ganze hat sogar weniger gekostet als im Internet stand, so kamen Hin- und Rückfahrt nur um die neunzig Euro. Auf der Fahrt von Viersen nach Venlo (NL) sprach mich dann ein Deutscher mit seinem gebrochenen Englisch an, da er vermutete das ich Niederländer sei, und fragte mich ob es Marihuana dort gäbe und ob ich ihm das besorgen könnte. So wird auch dem letzten klar was der Hauptgrund für junge Menschen ist unser schönes Nachbarland zu besuchen. Auf dem Bahnhof hab ich mich mit dem Georg getroffen der vom Flughafen kam. Eigentlich geplant war zum Bungalow außerhalb der Stadt zu fahren und bei den anderen dreizehn (Familienurlaub hing da auch mit drin), oder wieviel auch immer, zu schlafen und zu zocken. Doch dummerweise ist uns nicht eingefallen, dass ja nur soviele dort schlafen können wie auch Platz im Auto ist, da Taxifahren zu teuer wäre. Also gingen wir in eines der Hotels die sich der Georg vermerkte, dass einen fast fairen Preis hatte und vorallem antwortete. Aus Kostengründen nahmen wir zu zweit ein Einzelzimmer (mit zwei Betten, warum auch immer). Nur leider sah uns eine Angestellte des kleinen Hotels draußen zusammenstehen und überhaupt waren wir zu auffällig, obwohl wir versuchten gerade das nicht zu sein. Irgendwann so gegen 22Uhr versuchte ich leise reinzurennen und der Georg wollte relaxt hinterher gehen, die Frau hat nichts gemerkt und so fühlten wir uns in Sicherheit. Auf dem Zimmer wollte ich erstmal duschen (es gab keine Tür) bis dann die Frau klopfte. Wir hatten uns offensichtlich zu laut unterhalten bzw. war die Frau auch etwas paranoid oder schon alles gewohnt. Ich schwang mir schnell ein Handtuch um und musste mich dann abtrocknen und gehen. Der Georg blieb und verhandelte, mit dem Ergebnis, dass wir 25 von 40 Euro zurückbekamen und wir nun eine Addresse kannten wo wir zusammen für 20 Euro übernachten könnten. Dort angekommen machte uns nur ein Mann auf, der uns durch einen komischen Flur zu einem Gangster führte und bot uns eine Übernachtung für 50 Euro bzw. nach feilchen für 40 an. Für uns zu viel also gingen wir in ein vorher entdecktes Haus wo es nicht ganz so kalt war. Auf die Isomatte zu verzichten war ein großer Fehler. Das nächste mal binde ich sie an meinen Rucksack, denn der Boden war so kalt das nach spätestens einer Stunde das Liegen sehr unangenehm wurde. Schlaf gab es also keinen und für den Georg schon garnicht, der schonwieder nichtmal einen Schlafsack dabei hatte. Um den Artikel nicht zu lang werden zu lassen, beschränke ich mich noch auf die Tatsache, dass wir eine Spinnerstraat gefunden hatten. Jetzt müsst ihr lachen!
    Die Side lag gleich neben dem Bahnhof der auch nicht weit von unserem Haus entfernt war. Dort musste ich erstmal für 72 Euro Karten kaufen, da bei eBay einfach zu selten was rausgeht bzw. ich die Karten nicht zu früh kaufen wollte, falls ich doch was anderes spiele. Joseph und Kunz (Namen geändert) hatten die vorher von mir zum verleih bestellten Karten vergessen bzw mutwillig nicht mitgebracht, so blieb mir keine andere Wahl. Nach den drei Byes musste ich dann schließlich gegen RDW ran. Er fängt an, hat zweite Runde Rishadan Port und ich immer nur ein Grünes und sehe keinen Mox. Das zweite Spiel kann ich gewinnen um dann im dritten vom "Port"Lucker, zweite Runde und vierte Runde versteht sich, weggescrewed zu werden. Das macht keinen Spass wenn man vorher noch keinen Lumpi draußen hatte.
    Fünfte Runde spielte ich wieder gegen RDW (gegen Nahodil, der später Top8 machte) und natürlich gewann er den Wurf und weil alles andere auch zu seiner Niederlage geführt hätte spielte er vorsichtshalber den second Turn Port. Wer eins und eins zusammenzählen kann, weiss, dass ich nicht vor Turn acht eine zweite grüne Quelle ziehe (Yavimaya Coast). Zum Glück konnte ich sie wenigstens einmal nutzen - er hatte das Wasteland! Spiel zwei konnte ich auch nicht gewinnen und so musste ich erstmal meine "Gegner" Voodoo-Puppe auspacken um nicht komplett abzukotzen. Besagter Gegner hatte dann auch prompt sein Deck verloren und kam auch nach zehnminütiger Suche nicht zum Erfolg. was um so besser für mich war, wobei ich mir auch nicht vorstellen kann 0-3 zu spielen.
    Danach also gegen Goblins beim Stand von 4-2. Er Vial, ich tot. Ich bin mir nicht sicher ob ich ein Spiel für mich entscheiden konnte, auf jeden Fall lautete das vernichtende Ergebnis: Rote Decks 3 - Chill 0. Gezogen hab ich es einmal, was recht dürftig ist, gebracht hat es aber garnichts. Nein. noch nicht einmal das, immerhin war es eine Karte und zwei Mana, da hätt ich lieber Mongrel fünf bis acht boarden sollen. Aus Ratinggründen und weil ich den Beweis noch austand, dass das Deck auch gewinnen kann, spielte ich noch weiter.
    So schnell kanns gehn, auch mein nächster Gegner spielte also Goblins, hat immer die Vial (das Vial´sche Axiom) und natürlich auch Ensnaring Bridge, falls es mal knapp werden sollte. Viel ärgerlicher als ständig zu verlieren, ist die Tatsache das ich Spielfehler gemacht habe und mein Gegner eigentlich noch schlechter war, aber so ist das nunmal. Die Voodoo-Puppe kam also ein zweites Mal zum Einsatz, und wieder war ich der Einzige von den vielleicht dreißig Tischen die ich überschauen konnte, der keinen Gegner hatte. Endergebnis: 5-4 und das wäre auch mit sechzig Ländern ohne Sideboard so gewesen - beruhigendes Gefühl das wenigstens im Magic die Welt noch i.O. ist. Ohne zu gewinnen noch drittbester Sachsen, ok, ich wollte auch hartnäckigerweise nicht droppen.
    Am Abend suchten wir uns dann eine neue Unterkunft a.k.a. Bahnhof. Neben allerhand schwarzen Drogendealern und Pennern fühlte ich mich irgendwie komisch, zumindest bin ich ganz unauffällig zu meinem Rucksack zurückgelaufen als ein Schwarzer in dessen Nähe kam. Die Polizei hat uns dann gegen ein Uhr kontrolliert und vertrieben. Ich kam dann auf die Idee die fünf Schritte zum Holiday Inn zu gehen, da es dort zumindest warm ist. Warum müssen die GP´s im Norden auch immer im Herbst oder Winter sein? Man konnte sich nicht draußen aufhalten, der Wind hätte selbst einem Eisbären Erfrierungen zugefügt. Erst waren wir nur im Vorraum des Hotels, haben uns dann aber später reingetraut. Niemand schien uns zu beobachteten, also sind wir in den zehnten Stock gefahren, wo wie für uns hingestellt zwei Stühle auf uns warteten, d.h. ich musste nicht mal meinen Schlafsack auspacken. Die Nacht konnte ich gut schlafen im gegensatz zum Georg der wieder Klagen hatte. Zähneputzen entfiel diesen Morgen, also Magic und Hygiene... Auf der Side schaute ich noch Jelger Wiegersma und Talle zu, um dann mit dem Zug gegen zwölf Uhr zurückzufahren. Insgesammt nach zwölf Stunden Rückfahrt alles: boaahhh mein Hintern.

    Ein paar Wochen später spielte ich in der Chemnitzer Boosterdraft Liga mit, wo ich das erste mal BoK Karten zu Gesicht bekommen sollte. Umgeben von Newbies am Tisch war das Deck entsprechend gut, also stand eigentlich nur Falko, der außnahmsweise da war (mir wäre auch lieb wenn es keine Außnahme bleiben würde), im Wege. Erste Runde Kuckel, zweite Runde irgendjemand und dritte Runde Alex D. (nein, nicht der aus Deus Ex2). Mit viel Skill gegen die wenigen Guten gespielt was ok ist, aber vorallem der Kuckel hat alle Fatties gegen mein UW Deck gezogen und ich natürlich kein Removal, und weil er ein guter ist, macht er das nächste Runde gleich wieder. Ich konter die „effiziente-Fatti-leg“ Strategie (mit u.a. Iwamori und Genju) indem ich wie im ersten Spiel keine meiner drei neuen Sandskins rechtzeitig ziehe, vom schlechten Draw ansonsten abgesehen. In den Testspielen konnte ich noch gegen ihn gewinnen aber was solls. Für die Preisbooster hab ich noch weiter gespielt, nur um dann nach zwei sinnlosen Spielen das entscheidente Dritte gegen den Alex zu verlieren, er konnte halt mit starken schnellen schwarzen Kreaturen (WTF mussten wir auch 2x BoK spielen!?) gewinnen, da macht das UW nicht mehr viel. 1-2 Drop kommt ganz klar in die Kategorie: nie wieder drüber reden und in einem Monat verleugnen. Ich möchte auch nochmal die Gelegenheit nutzen die Regelung zum Gleichstand (der garantiert auftreten wird) in der Endjahrestabelle zu kritisieren. Einen schlecht gelaufenen Draft, was immer mal passieren kann wenn die Farbaufteilung am Tisch etwas random ist, als Tiebreaker zu missbrauchen finde ich nicht gut, solange es viel bessere Möglichkeiten gibt, wie z.B. das Limitedrating zu einem bestimmten Zeitpunkt. Es gibt auch bestimmt noch andere über die ich mir jetzt keine Gedanken mache.

    Einen Tag später, sozusagen um das Gelernte anzuwenden (oder wer bitte kann wissen, dass sich Threads of Disloyalty nicht auf die Stärke sondern auf die umgewandelten Manakosten bezieht, was sie viel schlechter macht), ging es dann zum GPT Leipzig nach Leipzig. Selbst im Austragungsort des Grand Prixs kommen nur achtzehn Mann, soviele wie bei uns zum Draft, irgendwas muss da bei den GPT´s schief laufen, ich weiss nur nicht was. Auch der Altstar Stefan Heumann war gekommen, um dann im Finale auszuscheiden. Aber vorher spielte er mit meinem geöffneten „Schlecht-aber-Meloku“-Pool in der ersten Runde gegen mein sehr solides Deck mit einer Cranial Extraction im Sideboard und etwas mehr als Eight-Tales im Maindeck, damit das ganze auch refinaziert wird. Ich kann mich trotz eines Spielfehlers (oder mindestens einem) 2-0 durchsetzten. Danach gewinn ich nochmal ohne größere Probleme. Gedanklich war ich mit dem Deck schon beim Top8 Draft, zu früh wie sich heraustellen sollte. Ich finde 34 Teilnehmer bei GPT´s besser als nur 18, man muss zwar im Swiss eine Runde mehr gewinnen aber im Normalfall ist es im Draft schwerer gegen den guten Spieler im Finale. Nunja, ich verlier dann zwei mal 1-2 nachdem meine Land, Land, Cloudskater Starthände sowohl on draw als auch on play mich stark enttäuschten bzw. mir das Spiel kosteten, vorallem als der gute Valentin dann auch noch den Frostling auspackte. Sieben Runden zum dritten Land wären auch ohne ihn schon heftig gewesen. Da ich ja gar keine drei Byes bzw. 25 Euro nötig habe, lies ich dann den Nico Buchmann mit seinem Spiritdeck featuring Long-Forgotten-Gohei in die Top8. Ich hätte vielleicht gewonnen wenn er das Gohei nicht in beiden Spielen zogen und ich mit meiner Strenght of Cedar nur ein Land mehr gehabt hätte. Mein Parisrating dürfte nach Frankfurt und dem Disaster entgültig die 1800 unterschreiten, zum Glück werden die rating Byes sechs Wochen vorher am Mittwoch festgelegt. Da werd ich wohl mal lieber auf MODO trainieren, denn es kommt nicht gut, wenn man versucht Torrent of Stones auf den Spieler zu zaubern.
    Vermutlich wäre es auch falsch zu sagen ich habe aus Mangel an Skill die Top8 verpasst, denn irgendwo konnte ich in den verlorenen Spielen garnichts reissen.

    Der letzte Clue sollte dann die Eindhoven Wiedergutmachung werden, ich nehme es vorweg: Mission failed! Als Abschluss der Extended Saison stand der PTQ in Dresden an, der bisher nächstgelegene für mich. Wie oben schon erwähnt spielen die Dresdner kaum Goblins, dafür scheint das Deck ansonsten sehr beliebt, was mir das Madness spielen nicht klug erscheinen lies. Ich testete vom GP Eindhoven inspiriert UB Tog u.a. gegen Stefan Heumanns Gro-A-Tog. Es lief nicht so gut, was am fehlen von Fire/Ice bzw. Smother lag. Insgesammt war ich trotzdem von dem Deck sehr überzeugt, traute mich aber nicht es auf einem großen Turnier auszupacken. The Rock wäre meine zweite Ausweichmöglichkeit, aber das Deck ist mir irgendwie nicht „broken“ genug, oder was soll der Traumstart im Vergleich zum Madness-, Affinity-...2 Stunden später...Allurentraumstart sein!? Also entschied ich mich wieder für das Luckerdeck.
    Runde eins Alluren: 0-2, was an drei Faktoren lag. 1. Maindeck Pernicious Deed, geht´s noch!? 2. on draw Ein-Land-Study Starthand, die auch nach der zweiten Study kein zweites Land zeigen will. 3. Trotz Lumpi, lumpis Wurm und Circular Logic Start, zieht er dritte Runde mit Daze Absicherung und dem Lifegaintypen (0,01% Wahrscheinlichkeit das es ohne den fizzled) die Kombo ab. Wie immer red ich mir ein machbares 3+X-0 ein, was, wie auch in diesem Fall, gut funktioniert.
    So spiel ich in Runde zwei gegen Rock. Ohne Spielfehler sollte ich nicht vom Tisch gehen, also verwarf ich den sicheren Sieg. Im meinem nächsten Zug wäre es soweit, seidenn er zieht Smother von oben (eins im Friedhof). Nungut, ich übersehe das er noch ein Treetop Village gezogen hat und flashbacke eine der drei Analysen, bis ich merke, dass ich meinen nächsten Zug jetzt nicht mehr erleben werde. Also mit schlechtem Gewissen gewonnen. Es waren auffällig viele Scepterdecks am Start, was aber nur daran lag, dass die generell nicht vor den Extrazügen einsehen wollen, dass der Draw unvermeitlich ist...jaja, so Scepterchant Mirror ist schon was Feines *gähn*. So musste ich also gegen Sven Fischer ran, der im ersten Zug auch mit dem Brainstorm kein zweites Land sieht. Im zweiten Spiel hätte er lieber einen Mulligan nehmen sollen, denn doppel Plains mit ScepterChant kann nie und nimmer gut genug sein, selbst wenn er in dem Spiel noch ein drittes Land gesehen hätte, kann er nur gewinnen wenn er die ersten Runden meine Kreaturen bzw. mein Oxidize countert.
    Als nächstes Stefan „der Stoll ist so ein Lucker“ Renztsch mit Macey Rock, oder wie ich zu sagen Pflege ***Bye***. Ich muss zugeben er hätte im zweiten Spiel mit einem Coffin Purge auf mein Wonder noch was reissen können.
    Die Geschichte wiederholt sich, noch vor dem Einzug in die Top 8 müsste ich ein schlechtes Matchup gewinnen, in dem Fall Goblins mit Splash Naturalize. Mein Gegner meinte ich hätte gar nicht so schlechte Chancen, und erste Runde ist es für den Goblin Mann nicht so einfach. Im zweiten Spiel durfte ich also gewinnen, es ist schon merklich besser ohne doppel Mulligan wenn man Lumpi mit samt Ungeziefer gleich auf der Starthand hat, mit zugehörigem Mox versteht sich. Also mit dem Durchschnittsdraw gewonnen, was ja soooo einfach ist (er hatte keine Vial um es auf den Punkt zu bringen). Im zweiten Spiel hatte er auch keine Vial und ich dafür ein Blackout: Ich switch mal die Möbe, da nimmst du sieben. „Da möcht ich aber noch reagieren, schuss mit Sparksmith für zwei.“. Wie schlecht kann man sein?, schau links, schau rechts, kein Loch, verdammt. Am Ende greift er mit allen Goblins an und ich könnte allerhöchstens mit einer Möbe blocken. Wenn ich nicht blocke würde ich auf fünf gehen und in meinem Zug gewinnen. Da er nun ganz ein Schlauer ist bringt er den Spruch:"Los Block!" und sein Freund zieht den Megabluff ab (er schaut „unauffällig“ grinsend in seine Karten und sagt „leise“ „hast du ein Glück" oder sowas, nachdem er gezogen hat), wo danach klar war, dass der Shrapnelblast o.Ä. nicht auf seiner Zweikartenhand war.
    Nach dem ID mit dem MiDi ging es zur Dönerbude, wo sich ganz klar die sozialen Verhältnisse wiederspiegeln. Ich rede hier nicht von der asiatisch anmutenden kleinen Frau hinter der Spuckschutzscheibe mit der klaren Aussprachen (was hat die da eben gesagt?), sondern von den Leuten die sich zum Mittag richtig was gönnen und sich ein 0,60 Euro Fladenbrot mit Soße bestellen. Da der Stefan Billy den Gates im Keller hat, nimmt er den 3,20 Euro Dönerteller, während ich wie immer den normalen nehme. Stefan, du musst uns nix beweisen ;).
    In den Top8 durfte ich dann zum zweiten Mal gegen einen Tschechen ran. Die Decklisten wurden vorher ausgehändigt, was ich sehr befürworte, da der UBr Tog Spieler meistens viele Zuschauer hat im gegensatz zum Madness wäre ich sonst vielleicht bevorteilt. Beim Stand von 0-1 zeigte mir dann mein Deck, dass es auch furchtbar kompliziert sein kann. Nach so zehn Minuten nachdenken, teilte mir der Judge verständlicherweise mit, dass wir nach Hause wollen bzw. Fußball gucken. Ich wusste immernoch nicht was richtig ist, immerwieder musste ich rechnen wieviel Schaden er mir macht, wenn er zwei Counter ausgeben muss um zu verhindern das ich irgendwas mache, immerwieder überlegen was er wohl countern könnte und wie und überhaupt und was ich mit der Intuition suchen soll und was muss ich riskieren muss damit ich überhaupt eine realistische Gewinnchance habe, sollte ich eine wichtige Handkarte in den Mox imprinten um mich vor dem Mana Leak zu schützen oder so tun als hätter er keines bzw. ist mir die Karte wichtiger usw. Ich mach also irgendwas, er countern meinen zweiten Absicherungsblocker, spielt das FoF und revealt Fire/Ice und Smother, good game. Ich hab mir dann noch mein T-Shirt und meine drei Booster abgeholt und zugeschaut wie der Stefan nach einem Jahr Magicabstinenz mit 72 geliehnen Karten sich den Slot zur Pro Tour krallt. Der Tog Mann war der andere Glückliche.

    Damit wären wir auch schon am Ende, man sieht sich ... und bis dahin trainiert schön fleißig für mich mit, denn ich hab keine Lust :p

    Toni Stoll

    Dein Kommentar:
    Dein Nickname:
    Kommentar:

     Weitere Artikel 



Aktuelle Infos

Unstable Komplettset
Zum Angebot

Duel Decks
Elves vs. Inventors

Zum Angebot

Archenemy:
Nicol Bolas

Zum Angebot

Duel Decks
Mind vs. Might

Zum Angebot

Sonderangebote wieder online:
International
Gespielte Karten
4er-Sets
Fragen ?
... zur Homepage
... zur Bestellung
... zum Club ?
Hier findest Du Antworten !
Sparen
Schnapp Dir die günstigen Packs !
Spass
Lustiges rund um Magic.
Sonderangebot
EUR 39.95


© Miracle Games
2001-18

*Alle Preisangaben in EURO, inkl. gesetzl. MwSt. und zzgl. Versandkosten



AGB | Widerrufsrecht | Impressum | Datenschutz | Zahlungsarten



Magic the Gathering (TM), die Manasymbole, Tap-Symbole, ´´Tappen´´, sowie alle Editionsnamen und -symbole
sind eingetragene Warenzeichen von Wizards of the Coast LLC, a subsidiary of Hasbro, Inc.