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    Interview mit dem Dresdner Magic-Urgestein Steffen Frej
    (von von Benjamin Türpe)

    Ich: Hallo Steffen!
    Erstmal danke für die Einladung und die, bis jetzt, gute Organisation des diesjährigen Dresdner Magic Invitationals. Jetzt wo Du gerade so schnell siegtest, hast Du bestimmt einen Moment Zeit für ein kleines Interview für die Leser der offiziellen Felsenburg Chemnitz Internetseite?

    Steffen: Ahh… kommen jetzt wieder die üblichen Fragen "wie bist Du zu Magic gekommen" und so?

    Ich: Ha, bei Dir brauch ich ja gar keine Fragen selber stellen. Ja klar.

    Steffen: Damals… Weihnachten war’s… willst Du das wirklich wissen?

    Ich: Ja, leg los.

    Steffen: Dann will ich aber, dass das Interview ganz groß rauskommt und dick verlinkt wird.

    Ich: Hehe. Das beruht ganz auf Gegenseitigkeit. Wenn ihr unsere Seite besser verlinkt und auf den Chemnitzer Magicmarathon am 21.10.2005 hinweist, dann kommt ihr auch bei uns größer raus.

    Steffen: Also gut. Mal sehen was ich tun kann. Ich spiele Magic seit Exodus. Weihnachten 98/99 muss es gewesen sein, da waren wir noch voll überm Studium. In einem Coffee Shop habe ich mit Freunden zum ersten mal die bunten Pappkärtchen ausprobiert. Seit dem hab ich sie nicht mehr losgelassen. Die Idee ein erstes eigenes Magicturnier zu veranstalten kam dann später mit dem Oder-Hochwasser angespühlt. Dann begann ich irgendwann mit der Organisation im „Bärenzwinger“.

    Ich: In einem … ähem … Coffee Shop?

    Steffen: Ja logisch.

    Ich: Das Hochwasserturnier war aber nicht als Charityprojekt geplant?

    Steffen: Nee, das hatte damit eigentlich nichts zu tun.

    Ich: Du trittst als Turnierorganisator in Dresden oft in Erscheinung. Spielst Du nicht viel lieber als schiedszurichten? Und: Wie lange braucht man um ein solches Ereignis wie das heutige Dresdner Einladungsturnier vorzubereiten?


    (Abbildung 1)
    „Look at me, I’m the DCI“

    Steffen: Ich spiele lieber. So wie heute, wo ich das neben der Auslosung der Paarungen auch ganz gut kann. Bei den Regionals kann ich leider nicht mitspielen und „nebenher“ judgen. Aber das ist eher die Ausnahme. So ein Turnier vorzubereiten – dafür brauch ich schon 3 Abende. Dazu gehören so Sachen wie: Regeln ausdenken, Homepage aktualisieren, in die Dresdner Magicläden gehen um alles bekanntzugeben und die Preise zu organisieren.

    Ich: Wieviele Magicläden oder Treffs gibt es in Dresden?

    Steffen: 2 Shops und 2 Locations, inklusive einem Gelegenheitstreff auf der Dürerstraße. Schau mal auf Reya.de.

    Ich: Wie lange können denn noch Turniere hier im Studentenklub „Novitatis“ stattfinden, ich meine, Du bist doch nicht ewig Student?!

    Steffen: Ich bin gar kein Stundent mehr! Nee, aber solange Chicken im Vorstand vom Novitatis ist, können wir hier in Ruhe spielen.

    Ich: Magic ist ja immer im Wandel. Es geht auf und ab. Mit z.B. eher langweiligen Editionen wie Markadische Masken, nach sehr starken Editionen wie Urzas Saga. Jetzt war mit dem Kamigawa-Block wieder eine etwas weniger spektakuläre Editionsreihe draußen. Was die Spielstärke einzelner Karten anbelangt weniger stark war, die dafür versuchte mit Charme, also dem asiatischen, zu überzeugen. Wie reagiert die Magicszene in Dresden auf die Auf- und Abs?

    Steffen: Du hast recht. Kamigawa hat der Dresdner Casualszene (Anm. der Red.: Gelegenheitsspielerszene) mindestens 50 Leute gekostet. Aber Ravnica zieht. Ich erwarte mit dem Verbreiten der neuen Edition ca. 100 neue Spieler in der hießigen Magicsszene.

    Ich: Warst Du niemals versucht aufzuhören, z.B. damals beim langweilen Maskenblock?

    Steffen: Ich habe immer gespielt. Bei so was wie den Merkadischen Masken sind halt einfach andere Dinge interessant. Zum Beispiel Draften.

    Ich: Hmm. Das neue Magickartendesign?
    Komische Illustrationen weit ab vom Fantasygenre? Höhere Kartenpreise? Ein Affinitydeck was alles dominiert. Gibt’s nichts was Dich schocken kann? Würdest Du auch noch Magic spielen, wenn statt der Illustrationen schwarze Texte auf weißen Karten stünden?

    Steffen: Mich kann nichts schrecken, ich spiele immer weiter. Naja gut, außer mit weißen Karten. Das wohl nicht. Aber Affinity z.B., das haben wir doch hier in Dresden unter dem Namen „Broken Frog“ zum ersten mal überhaupt richtig gespielt, oder nicht?

    Ich: Du gehst also quasi den siedentopfschen Weg, der aufzeigt, wie man Magic auch im fortgeschrittenen Alter spielt?


    (Abbildung 2)
    Steffen noch guter Dinge vor meinem Sieg gegen ihn

    Steffen: Ganz genau. Mein Sohn ist jetzt 5 und lernt jetzt erstmal Magickarten zu malen, irgendwann kann er das Spiel dann lernen und ich mach mit ihm einfach immer weiter.

    Ich: Apropos Familie. Deine eMail-Adresse legt es nahe. Regine spielt eine gewisse Rolle. Auch in Bezug auf’s Hobby Magic? Das wäre ja mal sehr ungewöhnlich.

    Steffen: Wir sind eine Familie und Magic ist unser beider Hobby. Regine spielt jetzt zwar nicht mehr so auf Turnieren, aber Sie war es, die mir z.B. am Anfang die guten Turnierdecks gebaut hat. Im Moment hilft sie mir sehr in meinem Shop namens „Fraubunte“.

    Ich: Wie läuft denn das Geschäft mit dem Shop und Deinen Kartenordnern, die Du ja auch bei den Regionalmeisterschaften auslegst, so?

    Steffen: Schlecht. *lächelt*

    Ich: Ach was!

    Steffen: Die Kosten kommen rein. Es hilft Turniere wie diese zu veranstalten. *lächelt immer noch*

    Ich: Bei einem Turnier wie diesem geht es ja auch um den Spaß…

    Steffen: … es geht nur um den Spaß!!

    Ich: … ja, aber zuvor fanden ja auch harte Ausscheidungswettkämpfe dafür statt. Also, es gibt Ernst und Spaß. Wo würdest Du Dich denn als Spielertyp einordnen? Ich meine es gibt ja vom Hersteller unseres Kartenspiels (auf magicthegathering.com) diese Einstufung der Spieler in die 3 Spielertypen Timmy, Johnny und Spike. Wo würdest Du Dich am ehesten wiederfinden?

    Steffen: Ja, ich habe mir diese Seite über diese Spielerkategorien runtergeladen. Aber ich hab sie noch nicht gelesen! Was bedeuten die Namen?

    Ich: Nee, hä?!

    Steffen: Ich weiß es wirklich nicht.

    Ich: Hmm.
    Also der Timmy, der ist noch relativ neu bei Magic. Der steht auf große Kreaturen und grimmige Artworks. Der spielt auch manchmal bis zur 7. Runde nur Länder.
    Johnny widerum geht gerne ungewöhnliche Wege und mag charaktervolle Karten, thematische Decks, spielt gerne Kombos. Wenn er von 5 Spielen 2 gewinnt ist er immer noch zufrieden. Hauptsache seine Kombo hat den Gegner verblüffend weggeblasen. Er spielt auch schon mal anfällige Kombos, bestehend aus mehr als 3 zu kombinierenden Karten. Spike hingegen interessiert sich nur für den Sieg. Was auf den Karten drauf ist, bunte Abbildungen oder weiße Artefakte - nach der Designumstellung -, alles egal. Magicfarbe und Edition sowieso. Hauptsache das Deck ist turnierlegal und hat die größten Siegchancen. Strategieausrichtung auf Kontrolle oder Aggrodecks hängt im wesentlichen vom Metagame ab anstatt von persönlichen Vorlieben.
    Gut, hierbei gibt es natürlich auch Zwischenstufen, wie den Johnny-Spike der gerne Mono-Rot spielt usw.

    Steffen: Ich spiele definitiv um zu gewinnen. Wir haben eine Gruppe um Frank, Tom, Mario, Paul, Chicken und mir, die sich extra zum Playtesten treffen.

    Ich: Also ein reinrassiger „Spike“. Jetzt gehen mir die Fragen langsam aus. Halt. Moment!
    Kommst Du zum Chemnitzer Magicmarathon?

    Steffen: Leider nicht. Ich spiele oder leite jeden Monat 2 Magicereignisse und die stehen im Oktober für mich schon fest. Mehr ist mit unserem Kleinen zu Hause zur Zeit nicht drin.

    Ich: Eine an sich gute Regelung.
    Anschließend vielleicht ein Wort an unsere Leser. Was würdest Du neuen Spielern mit auf den Weg geben.
    Du kennst bestimmt das Problem: Man fängt mit Magic an oder will damit anfangen und stöhnt oft schnell über die Kosten. Welche Strategie ist am besten wenn man längerfristig mitmachen will oder sich dann vielleicht einigen Turnieren anschließen möchte ohne Unsummen auszugeben?

    Steffen: Also ich würde jedem raten etwa 100 Euro locker zu machen und damit kein Display, sondern eine eBay-Sammlung zu kaufen. Einen Profi an der Seite vorrausgesetzt. Also da braucht man schon einen Profi um aus dem riesigen Angebot eine wirklich gute Sammlung rauszupicken, die einen mit einem guten Grundstock an spielbaren Karten und Tauschmaterial versorgt.

    Ich: Danke für Deine Zeit.

    Steffen: Also dann will ich, dass das Interview schnell veröffentlicht wird!

    Ich: Hey, wir spielen ja gleich gegeneinander!

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