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    Mein Blick auf das Dresdner Magic Invitational 2005
    (von Benjamin Türpe)

    Am 25.10.2005 fuhren Thomas Schaatsschneider und Andrej Klebanov als erstes und ich und Jürgen Stephan als zweites Chemnitzer Team zum alljährlichen großen Dresdner Einladungsturnier, auch „Invitaional“ genannt. Gerade „mein“ Team erreichte mit 19 Teampunkten aus 2 gespielten Formaten gute Ergebnisse. Thomas und Andrej erreichten immerhin 15 solide Teampunkte bis … ja bis eben die 3. Runde, die Legacyrunde eingeläutet wurde. Da war leider für uns Chemnitzer gar nichts zu holen.
    Man muss allerdings dazu sagen, dass sich Andrej unterwegs mit der russischen Maffia anlegte. Den Spruch „Na, ihr Nordpol-Camper?! Ihr habt doch einen viel zu kleinen, als den Mumm wie ich, gegen nen Stromkasten zu pinkeln“ hätte er vielleicht nicht sagen sollen. Da die anschließend schnell anberaumte „Beweisaufnahme“ eine Notoperation, Komatabletten und den kompletten Verlust all seiner Karten zufolge hatte, was sich in seinem persönlichen Abschneiden in Dresden - mit zusammengeborgten Karten – leider bemerkbar machte.

    1. Runde – Block Highlander

    Vor Beginn des Turniers wurden alle Teams in Spieler A und B geteilt. Für die erste Partie spielten alle A-Spieler in Einzelduellen gegeneinander. Der Teamgedanke kam also erst in Runde 2-3 zur Geltung. Jeweils maximal 3 Spiele gegen je 3 Spieler in 50 Minuten standen an. Hier zunächst mein Highlanderdeck „Dick und Doof“ mit Karten ausschließlich vom Mirrodin-Block:

    Main Deck

    21 Wälder
    1 Wandernde Steine
    1 Blinkmotten-Nexus
    --------------------------------------------------------------------
    23 Länder

    1 Sylvok-Erforscher
    1 Kupfermyr
    1 Guardian Idol
    1 Solemn Simulacrum
    1 Vidrian Zealot
    1 Virdischer Schamane
    1 Glissa Sunseeker
    1 Eternal Witness
    1 Knäuelnatter
    1 Tornadoelementar
    1 Duplicant
    1 Triskelion
    1 Karstoderm
    1 Mechanischer Kondor
    1 Troll-Asket
    1 Darksteel Colossus
    1 Platin Angel
    1 Fangren Firstborn
    1 Slith Predator
    19 Kreaturen

    1 Talisman des Antriebs
    1 Talisman der Einheit
    1 Brosche des Wandersmanns
    1 Extraplanar Lens
    1 Sylvan Scrying
    1 Sword of Fire and Ice
    1 Sword of Light and Shadow
    1 Lightning Greaves
    1 Mask of Memory
    1 Loxodon Warhammer
    1 Neurok-Schwebsegel
    1 Staff of Domination
    1 Mindslaver
    1 Vergessenheitsstein
    1 Beacon of Creation 1 Rude Awakening
    1 Puls of the Tangle (ist nie wieder auf die Hand gekehrt!)
    1 Tooth and Nail
    18 Sonstige Sprüche

    Andrej, der die Idee des mono-grünen Decks – eigentlich zu Recht - für sich reklamiert, spielte noch mehr Manabeschleuniger und vergaß Karten wie „Glissa“ und „Tornadoelementar“ (hebelt alle Flieger aus), für die ich ihn noch überzeugte. Dafür überzeugte er mich noch auf der Zugfahrt davon, den grünen Beacon und das „Unsafte Erwachen“ reinzunehmen. Mit dem letzteren besiegte er mich nämlich ganz klassisch noch im Zug. Ein starkes Argument, dass mich den „Goblin Charbelcher“ und die „Culling Scales“ ins Sideboard verbannen ließ, trotz ihrer möglichen Removalfähigkeiten in meinem removalarmen Deck. Insgesamt bin ich, mit dem sogar noch verbesserten Deck, sehr zufrieden: meine Manabasis bau ich mit 4 Kreaturen, 4 Artefakten und einem grünen Spruch, der auch den Blinkmottennexus finden kann, aus. Eine „Extraplanar Lens“ und ein Manamyr machen sogar einen „Nachtstahlkoloß“ in Runde 5 möglich! Ich habe 3 Artefaktzerstörer plus einen globalen Rücksetzer (Vergessenheitsstein) im Deck.
    4 Kreaturen können andere Kreaturen „beißen“ und mein Schwert aus Feuer und Licht kann manchmal auch mit seinen Funken Kreaturen aus dem Weg schießen. Letztendlich muss man aber einfach mal festhalten, dass die allgemeine Kreaturenstatistik, sprich das Stärke / Widerstandsverhältnis, sowie die Sonderfähigkeiten im Laufe der Jahre im Spiel Magic wuchsen. Vor allem im oberen Manabereich bekommt man heutzutage weit mehr geboten als noch vor 2 Jahren. Bei grünen Kreaturen natürlich besonders oft und so überzeugt eben Mirrodin als Block voll und ganz. Von den tollen, in diesem Block geborenen Ausrüstungen ganz zu schweigen.
    Meine Gegner bekamen das zu spüren. Ok, der erste (Olaf Krzikalla) kam eh zu spät, aber Steffen Feja, den ich kurz zuvor mit einem auch auf unseren Seiten veröffentlichtem Interview beglückte, merkte was in meinem Deck steckte. „Glissa“ mit den „Beinschienen des Blitzes“ oder ein früher „Troll-Asket“ sind einfach schwer zu handhaben. Gegen Frank Kurowski hätte ich auch gewonnen, hätte ich ihn mal nicht daran erinnert, dass meine „Außerweltliche Linse“ auch seinen Wäldern doppeltes Mana beschert. Aber es sollte ja, wie Steffen mich mahnte, heute um den Spaß gehen. Von daher nahm ich das 1-2 Abschneiden gegen Fank relativ locker hin. Jürgen packte in der gleichen Zeit ebenfalls 6 Punkte aus 3 Spielen ein.

    2. Runde – Backdraft

    Ein sehr ungewöhnliches, teilweise auch lustiges Format. Es bestand aus einer vorgelagerten Draftrunde mit Boostern aus allen letzten Editionen, in der man gezwungen war den letzten Abschaum an Magickarten zu picken. Denn anschließend tauschte man die mit seinem Teampartner gedrafteten Karten gegen die jeweiligen Karten des Gegnerteams! Also jede Runde neue Karten! Wir hatten uns ein kleines bisschen beim Draften vertan in der Hinsicht, dass Jürgen die Strategie verfolgte keine Kreaturen zu picken, ich aber auch schon mal nach Kreaturen mit doppelfarbigen Manakosten oder Kosten ab 7 Mana aufwärts etc. Ausschau hielt. Das ergab dann leider bei grün und schwarz teilweise spielbare Möglichkeiten, wenn sich das Gegnerteam aufraffte stark in diese Farben zu gehen. Aber auch die Gegner hatten es schwer uns nur das Letzte vom Letzten zuzustecken. Ich meine irgendwann sind die Möglichkeiten eng, wenn in den letzten 4 Draftrunden auf einmal Karten wie Eternal Witness / Ink Eyes / Lin Sivvi oder Überbelegter Friedhof auftauchen. Dann doch lieber Lin Sivvi picken oder? Die letzte zugeschobene Karte war eh immer die schlimmste, weil unabwendbar. War dort eine Bombe dabei konnte man nur noch versuchen sich ganz aus ihrer Farbe zu verabschieden. Wie gesagt, schwarz war in unserem Draftpool auch dank mir etwas zu stark. Immer wenn ein Gegnerteam sich entschloss unsere roten und schwarzen Karten kombiniert gegen uns einzusetzen, verlor der jeweilige Teampartner. Ich schaffte es trotz dieses Mankos gegen Hermann Mühlichen ein Unentschieden rauszukitzeln – ja, ja, Falko, natürlich in den Extrazügen – und gegen Christian Gerk zu bestehen. Martin Arndt wählte Schwarz/Rot. Das war zuviel Removal des Guten. Er gewann, obwohl kaum eine seiner Kreaturen weniger als 5 Mana kostete. Jürgen fuhr zwischenzeitlich immerhin 3 Teampunkte ein. Unser Tisch brauchte zum Draften am längsten von allen, aber ich möchte hier einmal betonen – falls es ein Dresdner liest - dass es nicht an mir lag. Ich war zum Schluß schneller fertig als der ganze Rest!

    3. Runde – Vanguard Typ 1.5 – Lecacy

    Wie in meinem kleinen, launigen Prolog bereits angeklungen, war die Legacyrunde unsere Nemesis. Waren Jürgen und ich noch halbwegs anständig im Rennen unterwegs, flogen wir hier eindeutig aus dem solchen.

    Unsere Vanguardcharaktere bescherten uns permanent (!) folgende Fähigkeiten:

    Ich besaß „Ashnod“: Immer wenn eine Kreatur Dir Schaden zufügt, zerstöre sie. 12 Leben, 8 Handkarten

    Jürgen besaß „Rofellos“: Immer wenn eine Kreatur, die Du beherrschst, aus dem Spiel in den Friedhof gelegt wird, ziehe eine Karte. 24 Leben, 5 Handkarten.

    Unsere Überlegung war, die geringe Lebenspunkteanzahl auf meiner Seite durch Weiß wettzumachen. Hey, was lag näher als ein Life-Deck? Das Problem nur war, dass Life-Decks es schon im letzten Extended-Umfeld schwer hatten und offenbar mittlerweile in „Legacy“ umbenannten Typ 1.5 wohl nichts verloren haben.
    Kurz die Idee: Mit einer Anzielfähigkeit sollen sich die en-Kor-Kleriker gegenseitig Schadenspunkte hin und her „verhindern“, um sich z.B. durch einen „Daru-Spiritualisten“ (SCR) fast unendliche Widerstandskaft geben können zu lassen. Anschließend können sie in ein „Sternenheiligtum“ (ONS) oder „Triftigen Grund“ (TP) geopfert werden. Gibt der Gegner daraufhin, wegen nahezu unendlicher Lebenspunkte, nicht sofort auf, hat man noch die Verzauberung „Ausdauerprüfung“ (JMT) im Deck, die dann auf jeden Fall den Sieg beschert.

    Jürgen hatte sich wegen der Ziehfähigkeit seines „Avatars“, und zum Ausgleich für mein vermeintlich defensives Deck, die mono-roten Goblins parat gelegt. Er unterstützte mich sogar als echter Teamplayer, indem er 3 „Kehrseiten“ (UL) ins Hauptdeck nahm, die mal ganz schnell einen 3/1000er Kleriker und Blockerrocker auf meiner Seite, in einen ganz und gar angriffslustigen 1000/3er Kleriker verwandeln hätten können. Und zwar spontan!

    Ja: „hätten können“. Konjunktiv. Unser erstes Gegnerteam „Team 14“ entschied sich einfach so, dass ein Spieler blau / grüne Kontrolle spielte und zwar so, dass in den Zügen in denen nicht gerade gecountert wurde, Karten gezogen wurden oder der Friedhof gefüllt wurde. Daraufhin verwandelten sich bei ihm anschließend kleine Bären bei Grenzwert in ernstzunehmende Beater. Der andere spielte Opfer-Goblins wie „Mogg Fanatic“ und Schadensmacher wie „Lavamancer“.
    Das harmonierte sehr gut mit seiner Vanguardkarte, die besagte, dass alle Kreaturen denen Schaden zugefügt wurde, begraben werden müssten. Die Tundras verstärkten als Dreingabe zudem seine Kird Apes. Durch die vielen Opferkreaturen war an einen Aufbau einer Klerikerarmee nicht zu denken, da meine Schadensverhinderung nicht mehr wirkte. Nach dem Sideboarden kamen insgesamt 8 Lähmungsnadeln in die Gegnerdecks, welche endgültig, auch nach dem Nennen völlig falscher Kartennamen (kleine Episode: „Ich lege „Peething Needle“ und nenne „Daru-Spiritualist“), irgendwann alle Gedanken an „Kombo“ zunichte machten, bevor meine Sideboardkarten auch nur das Licht der Welt erblickten.

    Was für ein Format!
    Gerade auch an den umliegenden Tischen wurden so Sachen gespielt wie „Enduring Renewal – Orinthopter - Kombo“ von Michael Siedentopf (Vanguard: eine Karte die das „Goblin Bombardement“ ersetzte) oder „Future Sight“ – „Sensei’s Divining Top“ Kombo von Paul Wache mit einem Artefakt, dass alle fablosen Manakosten um 1 reduziert. „Brain Freeze“ erledigt dann den Rest. Paul degradierte mit dieser Kombo seinen Teampartner zum reinen Statisten, während er sich munter durch sein Deck wühlte. Wollte dennoch jemand zwischenzeitlich einen Spontanzauber loswerden antwortete er in seiner unnachahmlichen Art in erfrischendem sächsisch: „Das würde ich mal Force-of-Willen-wollen.“

    Fazit: Im Umfeld vom starken Format Legacy fehlt uns einfach die Erfahrung. Verloren in diesem Umfeld, uns der kommenden sicheren Niederlagen bewußt und wie erwähnt, von der Mafia hart gequält, droppten wir vier Angereisten anschließend vom Turnier, um noch einen Zug zu erwischen der 22:00 Uhr in Chemnitz ankam.

    Das Jürgen mein Teamplay an diesem Tag so toll fand, dass er anschließend noch bei mir übernachten wollte, hätte ich natürlich nicht gedacht.









    Kommentare zu diesem Beitrag:

     Kommentar von shredder:
      verdamt dein deck is ja auch der hammer

      100 200 eur oder wie viel

      voll crass

     Kommentar von Joe:
      100-200 € ist zwar viel aber lange nicht normal!
      Ich und meine kollegen spielen legacy,unsere decks liegen zwischen 350-600€!
      Trotzdem interesante Texte hier,Glückwunsch.
      mfg joe

     Kommentar von Lars.W:
      was ist Legacy Admin?

      Anmerkung des Admin:
      Legacy ist die neue Bezeichnung für das Turnierformat 1.5
      Darin sind alle Karten gebannt, die in Typ 1 nur einmal erlaubt sind (restricted).

      Weitere Infos findest Du hier:
      http://www.wizards.com/default.asp?x=judge/resources/sfrlegacy

     Kommentar von Weltenvernichter:
      Hi,
      ich wollt nur zu dem Block Highlander Deck fragen, was du da so alles im sideboard hattest? würd mich interessieren, weil ich selber gern highlander spiel, aber ich da meistens an meinem sideboard scheitere. danke schon ma im vorraus!

      mfg, Weltenvernichter

     Kommentar von the mixxer [Gast]:
      Die seite ist echt billig und zuverlässlich!
      grüsse an: bela ,max H.

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